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Pressemitteilung 17.02.2016

Gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung der Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Harald Kühn und Mar­tin Bach­hu­ber

 „Inter­es­sen deut­scher Spa­rer müs­sen ver­tei­digt wer­den“ – Dring­lich­keits­an­trag im Haus­halts­aus­schuss bera­ten

Den von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on vor­ge­leg­ten Ent­wurf für ein euro­päi­sches Ein­la­gen­si­che­rungs­sys­tem leh­nen wir ent­schie­den ab.“, so die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Harald Kühn und Marin Bach­hu­ber.

In der EU sind der­zeit die Ein­la­gen der Spa­rer in Höhe von min­des­tens 100.000 Euro abge­si­chert. Dane­ben bestehen in Deutsch­land Siche­rungs­sys­te­me, die über die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen hin­aus die Ein­la­gen der Kun­den schüt­zen. Neben dem Ein­la­gen-siche­rungs­fonds des Bun­des­ver­ban­des deut­scher Ban­ken garan­tie­ren auch die hei­mi­schen Spar­kas­sen sowie Volks- und Raiff­ei­sen­ban­ken über eige­ne Siche­rungs­fonds die Sicher­heit der Kun­den­gel­der.

Nach den in Brüs­sel Ende Novem­ber 2015 vor­ge­stell­ten Plä­nen sol­len die natio­na­len Ein­la­gen­si­che­rungs­sys­te­me in drei Stu­fen zu einem ein­heit­li­chen euro­päi­schen Sys­tem zusam­men­ge­führt wer­den. Die stu­fen­wei­se Ver­ge­mein­schaf­tung soll ab 2017 unum­kehr­bar in Gang gesetzt wer­den, so dass bis zu einem voll­stän­di­gen ein­heit­li­chen Sys­tem, das dann ab 2024 gel­ten soll, kei­ne Mit­ent­schei­dungs-mög­lich­keit Deutsch­lands mehr vor­ge­se­hen ist.

Eine Ver­ge­mein­schaf­tung der Ein­la­gen­si­che­rung setzt Fehl­an­rei­ze für Ban­ken wie Staa­ten und wider­spricht den Inter­es­sen der deut­schen Spa­rer”, heben die bei­den MdL her­vor. „Deut­sche Ban­ken müss­ten für die Ver­lus­te aus­län­di­scher Ban­ken haf­ten. De fac­to wären deut­sche Spa­rer damit ver­pflich­tet, für not­lei­den­de Ban­ken in Euro­pa ein­zu­ste­hen.“

Aus ihrer Sicht wür­de die Aus­sicht auf eine Mit­haf­tung deut­scher Spa­rer abseh­bar dazu füh­ren, dass das Bemü­hen ande­rer Ban­ken um eine Berei­ni­gung und Neu­ord­nung ihrer Bilan­zen erlahmt.

In der Kon­se­quenz wür­de dies bedeu­ten, dass die in Deutsch­land ange­sam­mel­ten Mit­tel zum Schutz von Spa­rern in ande­re EU-Staa­ten flie­ßen und folg­lich die Sicher­heit der Spar­gut­ha­ben bei uns geschwächt wird”, erklä­ren Bach­hu­ber und Kühn. „Die Zustim­mung zu einem ent­spre­chen­den CSU-Antrag in der gest­ri­gen Sit­zung des Aus­schus­ses für Staats­haus­halt und Finanz­fra­gen hal­ten wir daher für ein wich­ti­ges Signal.“

In dem CSU-Dring­lich­keits­an­trag „Nein zu einem euro­päi­schen Ein­la­gen­si­che­rungs­sys­tem!” wird die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung auf­ge­for­dert, sich auf allen Ebe­nen wei­ter­hin gegen den Vor­schlag der EU-Kom­mis­si­on ein­zu­set­zen, für den Schutz euro­päi­scher Ban­ken auf Mit­tel zurück­zu­grei­fen, die zur Siche­rung deut­scher Spa­rer gebil­det wur­den.

Eine euro­päi­schen Haf­tungs­zwang über die Hin­ter­tür des Ban­ken­sys­tems darf es nicht geben.“, beto­nen die bei­den Land­tags-abge­ord­ne­ten.

Zusam­men mit Kol­le­gen aus der CSU-Frak­ti­on brach­ten Bach­hu­ber und Kühn in der heu­ti­gen Ple­nar­sit­zung des Baye­ri­schen Land­ta­ges einen Dring­lich­keits­an­trag ein, der sich gegen eine mög­li­che Fest­set­zung von Ober­gren­zen für Bar­geld­zah­lun­gen aus­spricht. Kühn und Bach­hu­ber dazu: „Ein Bar­geld-Limit ein­zu­füh­ren wäre ein Ein­schnitt in grund­ge­setz­li­che Frei­hei­ten. Eine sol­che Ober­gren­ze – egal in wel­cher Höhe – ist daher grund­sätz­lich abzu­leh­nen.“

 

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